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Intravenöses versus orales Eisen bei nicht dialysepflichtiger Niereninsuffizienz
 
Ein Eisenmangel ist bei nicht dialysepflichtiger Niereninsuffizienz (ND-NI) häufig die Ursache für eine Anämie oder ein vermindertes Ansprechen auf Erythropoese-stimulierende Agenzien (ESA). Die Autoren einer randomisierten Studie haben die Wirkungen von oralem Eisensulfat und intravenöser Eisencarboxymaltose miteinander verglichen.

Die Studienautoren schlossen 255 Patienten mit einer GFR ≤ 45 ml/min, einem Hb ≤ 11 g/dl, einer Transferrinsättigung ≤ 25%, einem Ferritin ≤ 300 ng/ml und stabilen ESA-Dosierungen in die Studie ein. Die Teilnehmer erhielten entweder 1000 mg Eisencarboxymaltose iv (danach maximal 500 mg alle 2 Wochen bei Bedarf) oder 325 mg orales Eisensulfat dreimal täglich während 2 Monaten. Studienendpunkt war der Hb-Anstieg.

 

Der Anteil Patienten, welche jemals einen Hb-Anstieg ≥1 g/dl erreichten, betrug in der Eisen-Carboxymaltose-Gruppe 60.4% und in der Eisensulfatgruppe 34.7% (p<0.001). Am Tag 42 war bei der intravenös therapierten Gruppe ein mittlerer Anstieg von 0.95 g/dl nachweisbar, bei der oral behandelten Gruppe ein durchschnittlicher Anstieg von 0.50 g/dl (p=0.005). Transferrinsättigung und Ferritin stiegen in der iv-Gruppe ebenfalls hoch signifikant stärker an als in der oral-Gruppe. Unter Eisen-Carboxymaltose traten bei 2.7% und unter oralem Eisensulfat bei 26.2% der Patienten Nebenwirkungen auf (p<0.0001).

 

Konklusion der Autoren: Intravenös applizierte Eisen-Carboxymaltose ist bei Patienten mit ND-NI und einem Eisenmangel effektiver und besser verträglich als orales Eisensulfat.


Nephrol Dial Transplant 2010, online Publikation 7. Oktober - Qunibi WY et al

15.11.2010 - dde


 
 

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