|
An der randomisierten Studie nahmen 285 gesunde Kinder mit einem Geburtsgewicht zwischen 2000 und 2500 g teil. Sie erhielten zwischen der 6. und der 26. Lebenswoche täglich entweder Placebo, 1 mg Eisen oder 2 mg Eisen verabreicht. Endpunkte waren Hb, Eisenstatus, Wachstum und Morbidität nach einem halben Jahr.
Die Prävalenz des Eisenmangels betrug im Alter von 6 Monaten 36% in der Placebogruppe, 8.2% in der 1 mg- und 3.8% in der 2 mg-Eisengruppe (p<0.001). Die Prävalenz der Eisenmangelanämie lag in den drei Gruppen entsprechend bei 9.9%, 2.7% und 0% (p=0.004). Bei den ausschliesslich gestillten Kindern war die Eisenmangelanämie-Prävalenz am höchsten (in der Placebogruppe 18%). Bezüglich Wachstum und Morbidität waren in den ersten 6 Lebensmonaten keine Unterschiede zwischen den Gruppen nachweisbar.
Konklusion der Autoren: Kinder mit einem Geburtsgewicht zwischen 2000 und 2500 g haben ein hohes Risiko für einen Eisenmangel respektive eine Eisenmangelanämie – insbesondere wenn sie ausschliesslich gestillt werden. Die Eisensubstitution reduziert dieses Risiko sehr effektiv, ohne nachweisbare ungünstige Wirkungen auf Wachstum oder Morbidität. |