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An der prospektiven Studie nahmen 189 Personen (98 Frauen und 91 Männer) mit einer Eisenmangelanämie teil. Alle wurden initial mittels Gastroskopie, Kolonoskopie und Ileoskopie abgeklärt. Patienten mit weiterhin negativem Befund unterzogen sich einer Kapselendoskopie sowie einer CT-Enteroklyse. Primärer Endpunkt war die Diagnoserate nach den verschiedenen diagnostischen Interventionen.
Nach konventioneller Endoskopie lag bei 76.2% aller Teilnehmer ein Befund vor. Bei den 45 Befund-negativen Patienten konnte durch die Kapselendoskopie und die CT-Enteroklyse bei 37 (82.2%) eine Diagnose gestellt werden, wobei die Kapselendoskopie diagnostisch wesentlich wertvoller war als die CT-Enteroklyse (diagnostisch bei 77.8% versus 22.2%, p<0.001).
Konklusion der Autoren: Eine systematische Abklärung einer Eisenmangelanämie ermöglicht eine Diagnose bei über 95% der Patienten. Nach negativer konventioneller Endoskopie ist die Kapselendoskopie ein diagnostisch sinnvoller nächster Schritt; die CT-Enteroklyse sollte Patienten mit nicht diagnostischer Kapselendoskopie vorbehalten bleiben. |