|
An der Studie beteiligten sich 68 hämatologisch-onkologische Praxen mit insgesamt 639 Krebspatienten (55% Frauen, Durchschnittsalter 67 Jahre) mit absolutem oder funktionellem Eisenmangel. Die meisten Patienten (91%) hatten solide Tumoren und 61% waren in fortgeschrittenen Stadien. Rund drei Viertel hatten eine zytotoxische Therapie erhalten und jeder vierte Patient hatte vor Aufnahme in die Studie bereits mindestens eine Anämie-bezogene Therapie - 13% Bluttransfusionen, 8% Erythropoese-stimulierende Agenzien (ESA) und 4% orales oder intravenöses Eisen - erhalten. Die Transferinsättigung (TSAT) lag bei 12%, der Ferritin-Wert bei 188 ng/ml. Die mit Eisencarboxymaltose zugeführte Gesamt-Eisenmenge betrug 1000 mg.
Der durchschnittliche Hb-Wert stieg von 9.9 g/dl auf 11.3 g/dl nach 11 Wochen, unabhängig davon, ob Eisencarboxylase allein oder in Kombination mit ESAs oder Bluttransfusionen verabreicht wurde. Ab der fünften Woche blieb der Hb-Spiegel stabil zwischen 11 und 12 g/dl. Eisencarboxymaltose war gut verträglich; bei lediglich 2% traten Magen-Darm-Störungen wie Übelkeit und Durchfall auf. Ernsthafte Nebenwirkungen waren selten: Bei einem der Patienten wurde ein Zusammenhang mit der Eisentherapie für wahrscheinlich und bei zwei für möglich gehalten.
Konklusion der Autoren: Eisencarboxymaltose hebt bei Patienten mit Krebs und Anämie den Hb-Wert auf stabil anhaltende Werte zwischen 11 und 12 g/dl, auch ohne ESA-Gabe. |